USNA Phallus Climb

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The Herndon Monument Climb – or as we here at 217 like to call it: Phallus climb – is a time-honored tradition in which the class of Freshmen attempts to climb a greased monument as the last task of their first year at the Academy. Richtig gelesen: Ein mit reichlich Margarine gekremter Obelisk wird von dem etwa 150 Studenten umfassenden Jahrgang bestiegen. Ziel ist es, das auf der Spitze drapierte Käppi durch ein eigenes zu ersetzen. Die Sache wird durch kontinuierliches Wasserspritzen nicht leichter. Da der Obelisk Luftlinie etwa fünfzig Meter von unserem Haus entfernt ist – leider versperrt ein Bürogebäude den direkten Blick -, ließ ich mir den Spaß diesjahr nicht nehmen. Bzw. die ersten vierzig Minuten, das kann nämlich ziemlich lange dauern. Der Negativrekord liegt bei über vier Stunden, der schnellste Jahrgang schaffte die Besteigung in 43 Minuten. Ich kann aber durchs Fenster hören, was passiert. Die Menge jauchzt nämlich fröhlich mit, und alle halbe Stunde sowie bei Gipfelerreichen wird eine Kanone abgefeuert.***

Das Foto stammt aus den ersten zehn Minuten, wo es fast so aussah, als ob das Ding in Rekordzeit eingesackt wird, so hoch kamen sie dann nie wieder. Die Technik besteht darin, sich anfangs das Hemd vom Leib zu reißen und es an die Buttersäule zu pfeffern, um so etwas Fett abzunehmen. Und dann gehts pyramidenmäßig auf den Kameraden hinauf bis zur Spitze.

Derlei Späße finden im Rahmen der sog. Commissioning Week statt, die mit der Abschlusszeremonie des aktuellen Jahrgangs endet. Übermorgen findet eine Flugshow der Blue Angels statt, furchteinflößende Kampfjets, die sich im Kunstflug üben. Ratet, wer jetzt schon einen Platz in der ersten Reihe hat.

***UPDATE: Mit einer Zeit von 1:12:34 hat die Class of 2019 die beste ebensolche seit 1988 erzielt.

Red Curry Peanut Tofu with Apple Cilantro Topping

Half an hour from start to finish, this creamy-yet-crunchy tofu concoction makes the perfect weeknight dinner: chop some stuff, stir some stuff together, fry curry paste, add sauce & tofu & serve with topping. Boom!

for 3-4

1 package firm tofu, cubed
2 tsp red curry paste

for the sauce
1 can coconut milk
4 Tbsp peanut butter
2 Tbsp soy sauce
1/2 a lime’s juice

for the topping
1/2 bunch cilantro, chopped
2-3 green onions, cut into fine rings
1/2 apple, minced
1/2 a lime’s zest
1 red chili, chopped
1 handful peanuts (which you will not find in the picture since I forgot them)

Fry red curry paste for about 2 minutes in coconut or vegetable oil.     Add sauce, bring to a boil.     Reduce to a simmer and, after a couple of minutes, season to taste & add tofu; let simmer until warmed.     Serve over rice and under toppings.

Two Middle Eastern Salads – Cauliflower & Brussels Sprouts

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Both from the lovely Middle Eastern cookbook “Olives, Lemons & Za’atar” by Rawia Bishara. The brussels sprouts come with crispy fried panko and a yogurt-tahini-pomegranate sauce, the cauliflower boasts a similar sauce and comes with parsley. Their dressings are indeed similar, but different enough to serve together, maybe with some Arab flat bread and spreads, olives?

I for one have overcome my fear of (deep-)frying when I made some lovely fried green tomatoes this weekend. Said fear was mostly rooted in smell concerns, as we have neither a kitchen door nor an exhaust hood and we all know how frying smells tend to linger and creep into your clothes (even the ones you’re not wearing). However, with the advent of spring I can leave the entirety of our windows open from start to finish and then another 12 hours after, which usually does the trick. And it just produces some lovely results – how perfectly golden brown is my cauliflower exactly? (“Lovely” again, huh? Yes, I have been watching a lot of the Great British Baking Show lately.)

Anyway, let’s get to it. We’ll start by making a basic tahini sauce.

125ml tahini (sesame paste)
1 large garlic clove
juice of 1-2 lemons
1/3 tsp salt

Combine tahini, garlic, lemon juice and salt in food processor, blend for two minutes on low speed.     Turn speed to high until mixture begins to whiten.     Gradually add water until you reach your desired consistency (thick enough to coat a spoon, but still smooth; not too runny).

For the Cauliflower Salad (2-3 servings)

1 head cauliflower, cut into 1-2 in florets
vegetable oil for frying
125ml tahini sauce (we just made that, yay!)
30ml pomegranate molasses
2 Tbsp chopped flat-leaf parsley

Place cauliflower in large saucepan and cover with water.     Bring water to boil and cook for 2 minutes.     Drain.     Place somewhat less than 1 inch of oil in a frying pan over high heat.     When hot, fry cauliflower until golden brown, about 2 minutes per side.     Transfer to kitchen paper to drain.     Arrange on serving dish, drizzle with tahini sauce, pomegranate molasses and then add your parsley.

For the Brussels Sprouts with Panko (2-3 servings)

1lb brussel sprouts, prepared and cut in half
vegetable oil for frying
75ml tahini sauce (already made!)
75ml plain yogurt
3/4 Tbsp pomegranate molasses
3/4 Tbsp olive oil
1 garlic clove, chopped
30g panko (Japanese-style breadcrumbs)
pinch of salt

Pour oil on large frying pan, about 1/2in, and place over high heat.     When hot, fry brussels sprouts until they are browned all over.     Transfer to kitchen paper to drain.     Whisk together tahini sauce, yogurt and pomegranate molasses.     Heat olive oil in small frying pan over medium-high heat.     When hot, sauté garlic until fragrant, about 1 minute.     Add panko and stir constantly until golden brown (about 2 minutes).     Sprinkle in salt and remove from heat.     Place brussels sprouts in serving dish, drizzle with sauce & top with panko.

 

Japanische Nudelsuppe

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Düsseldorf hatte zu meiner Zeit zwei große Stärken. Erstens, den Stern-Verlag, die weltbeste Buchhandlung. Leider hat der dichtgemacht, während ich hier in Annapolis saß und den Umsatz nicht fördern konnte. Ehrlich, es brach mir das Herz. Die Kochbuchabteilung war mein zweites Zuhause. Zweitens, um eine fröhlichere Note anzuschlagen, viele viele richtig gute japanische Restaurants. Naniwa, Takumi, Kikaku, Yabase, Nagaye, to name a few. Für unter zehn Euro konnte man sich (zumindest in den ersten beiden) an kalten Tagen an einer köstlichen Nudelsuppe erquicken. Keine Ahnung, warum ich vorher noch nicht auf die Idee gekommen bin, das Ganze nachzukochen.

Auf dem Düsseldorfer Blog Curious Forks entdeckte ich kürzlich auf der allwöchentlichen Suche nach Dinnerrezepten ein köstlich anmutendes Süppchen, komplett mit nettem Instruktionsvideo von Claudia. Das hab ich in Anbetracht der verfügbaren Zutaten leicht abgewandelt und mir gepflegt mit einem kalten Pilsbier schmecken lassen, so wie einst in Düsseldorf.

für 2-3

1 daumengroßes Stück Ingwer
3 Knoblauchzehen
500ml Gemüsebrühe
500ml Misosuppe (gibt es hier ähnlich Gemüsebrühe als Fertigtrockenmischung zu kaufen; ansonsten 1l Gemüsebrühe mit 2 EL Misopaste anreichern)

3 EL Sesam
3 TL scharfes Sesamöl
3 TL Sojasoße
2 TL Zucker

300g Udon-Nudeln

Als Toppings Pak-Choi, Pilze nach Wahl, Frühlingszwiebeln, Sprossen, hartgekochte Eier oder wonach einem sonst der Sinn steht.

Ingwer und Knoblauch hacken und in Öl anschwitzen.     Brühe & Misosuppe angießen und vor sich hin köcheln lassen.     Sesam im Mörser grob zerstoßen, Sesamöl, Sojasoße und Zucker hinzugeben und vermischen.     Nudeln garen.     Toppings vorbereiten.     Brühe durch ein Sieb gießen, um Knoblauch & Ingwer loszuwerden.     Die Sesampaste auf 2-3 Suppenschüsseln verteilen, jeweils eine Portion Nudeln draufgeben, Brühe angießen und Toppings darauf verteilen.     Die Suppe wird traditionell mit Stäbchen & Löffel gegessen, scharfes Sesamöl und Sojasoße kann man zum Nachwürzen auf den Tisch stellen.

Formulare, Formulare – Freiberuflerdasein in den USA

Meine sieben Steuersachen hatte ich in Deutschland nach ein paar Jahren Selbständigkeit recht gut im Griff, glaube ich. Mitunter machte mir die Steuererklärung sogar Spaß, wenn ich die übers Jahr gesammelten Betriebsausgaben zusammenrechnete etwa oder zum ersten Mal den Schriftstellerpauschalbetrag absetzte und damit durchkam. Beim Finanzamt hatte ich nur nette Kontakte und bekam stets die Antworten, nach denen ich suchte. In Deutschland hat man den Vorteil, dass man seinen Finanzbeamten unter irgendwelchen Vorwänden gerne auch mal persönlich besuchen kann, was ich sehr empfehle.

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Aber das tut nichts zur Sache, wenn man samt seines Freiberuflertums und der Green Card in der Faust in die USA auswandert, mitten im Jahr. Da ich trotz intensiver Recherchen online keine Informationen gefunden habe, wie man die steuerliche Umstellung mit einiger Grazie und wenig Stress über die Bühne bringt, will ich einen eigenen Überblick für Leute in ähnlichen Situationen basteln – natürlich ohne Gewähr und vermutlich auch nicht erschöpfend. Ich bin keine Expertin! Die Informationen stammen von offiziellen Webseiten des Bundes (Deutschland & USA) sowie aus Gesprächen mit Mitarbeitern des Bundeszentralamtes für Steuern in Bonn und sollen freiberuflich tätigen Deutschen mit frischem Steuerwohnsitz in den USA bei der Orientierung helfen.

Ähnliche Situationen

Mit meiner Tätigkeit als Literaturübersetzerin falle ich unter die Kategorie “Künstler, Sportler und Lizenzen”, genauer: Lizenzen, und will hier Neo-Green Card-InhaberInnen einen ersten Überblick verschaffen, die in den USA freiberuflich Werke erstellen, die in Deutschland verwertet werden. In meinem Fall: eine Übersetzung, die ich an einen Verlag liefere.

Damit liegen Einkünfte vor, die nach § 50a Abs. 1 der Abzugsteuer unterliegen. Dank Doppelbesteuerungsabkommen zwischen  Deutschland und den USA kann man die – immerhin üppige 16,5% – aber vermeiden. Entweder, indem man im Vorhinein einen Freistellungsantrag an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) in Bonn schickt, oder indem man im Nachhinein die Erstattung der vom Schuldner (hier: die deutschen Verlage) abgeführten Steuern beantragt (selber Antrag).

Ablauf

Angenommen, wir sind in die USA ausgewandert und bekommen direkt einen Auftrag. Prima!, denken wir uns und machen uns an die Arbeit. Dann ist es auf einmal Zeit, die Rechnung zu stellen. Was nun?

  • Szenario A: Freistellung beantragen und mit der Rechnungsstellung bis zu positivem Bescheid warten (bad idea!)

Im ersten Jahr des steuerlichen Wohnsitzes wollte/konnte der Internal Revenue Service (IRS, das US-Finanzamt) keine Bescheinigung über meinen neuen Steuerwohnsitz ausstellen, die man für den Freistellungsantrag beim BZSt braucht (auch bekannt als Formular 6166). Warum? Weil ich noch keine Steuern in den USA gezahlt hatte. Daran änderte auch eine eidesstattliche Erklärung nichts. Ich beschloss, mit der Rechnungsstellung zu warten, bis die erste Steuererklärung fällig wäre, die IRS-Bescheinigung bei mir einträfe, der Antrag ans BZSt gestellt und mir ein positiver Bescheid erteilt würde. Doch weh, die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. Verdammt langsam. Mehrere Monate verstrichen, in denen ich kein Honorar sah. Very bad! (D. Trump)

  • Szenario B: Rechnung direkt stellen und Erstattung beantragen, sobald Formular 6166 vorliegt

Selbst Schuld! Im Nachhinein kann ich nur empfehlen, es NICHT so zu machen, wie in Szenario A geschildert, sondern die Rechnung direkt mit Lieferung zu stellen. Dann behält der Schuldner 16,5% des Honorars ein, deren Erstattung man jedoch mit oben verlinktem Freistellungsantrag erwirken kann, sobald das Formular 6166 vorliegt.

Das heißt: Rechnung stellen, Honorar abzgl. der 16,5% einstreichen, abwarten, bis das Kalenderjahr verstrichen ist, erste US-Steuererklärung einreichen, Steuerbescheid abwarten und sodann Formular 8802 ausfüllen und einreichen. Dann trudelt ca. 45 Tage und $85 später  das Formular 6166 mit der Post ein. Dieses wiederum muss im Original mit den Freistellungs-/Erstattungsanträgen an das BZSt geschickt werden. Die Bearbeitungszeit dieser Anträge beträgt nach Stand April 2016 drei bis sechs Monate (!).

Wenn man die ersten Hürden erst einmal überwunden, d.h. das Formular 6166 in den Händen hat und offizieller US-Steuerzahler ist, besteht die einzig sinnvolle Vorgehensweise darin, die Freistellung unmittelbar nach Vertragsunterzeichnung zu beantragen!

Ich befinde mich jetzt nämlich in der Lage, Freistellungsanträge gestellt zu haben, aber nicht mehr auf meine Honorare warten zu wollen. Also werde ich jetzt doch Rechnungen stellen, von denen die Abzugsteuer einbehalten wird, und dann kann ich den Erstattungsantrag nach dem 10.Juli formlos stellen, da die entsprechenden Unterlagen beim BZSt vorliegen.

Wieso nach dem 10. Juli? Unternehmen führen die Abzugsteuer quartalsweise ab, der 10. Juli ist die Frist für das zweite Quartal. Zu diesem Zeitpunkt sind die Steuern also beim BZSt verzeichnet, sodass ich die Erstattung beantragen kann.

Ich werde diesen Post gegebenenfalls aktualisieren, um ihn mit meinen neuesten Erkenntnissen anzureichern. Hope it helps! Ansonsten kann ich nur sehr empfehlen, so oft beim BZSt anzurufen, bis alle Fragen geklärt sind. Die Mitarbeiter sind nach meiner Erfahrung ungemein sachkundig, hilfsbereit und freundlich. Shout-out to Bonn!

Gemini Krocket

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Eine feste Größe im annapolitanischen Jahresablauf ist das Krocket-Match zwischen den beiden hier ansässigen Colleges: der Naval Academy und St. John’s, einem eher geisteswissenschaftlich angehauchten College mit nur etwa 400 Studenten. Das Spiel findet außerhalb von Ligen oder Tabellen oder Sonstigem statt und startete vor fast vierzig Jahren als Beweis, dass die bebirkenstockten Schluffis von St. John’s die durchtrainierten Offiziersanwärter der Navy  durchaus in einer Sportart schlagen können: Krocket. Und tatsächlich gewinnen die Johnnies meistens (so auch dieses Jahr), auch wenn Navy in den letzten paar Jahren ein, zwei Siege verbuchen konnte.

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Regelwerke zwingen die Navy-Spieler dazu, in Krocketuniform aufzulaufen, während die Johnnies sich jedes Jahr verkleiden – in diesem Jahr als Südstaatenfarmer, dies zumindest meine Interpretation -, was zu einem hübschen Kontrast führt. Das Spiel bzw. derer drei findet auf dem Rasen vor St. John’s statt. Unbedingt dazu gehört, dass die Besucher sich aufs Feinste herausputzen, gerne im Stil der 1920er (die besten Outfits werden prämiert), Picknicks einpacken und den Rasen mit Decken und Stühlen bevölkern. Hut ist eigentlich Pflicht, hatte aber leider keinen.  Dafür jetzt einen zartroten Sonnenbrand dans le visage. Traditionell läutet das Match auch den Frühlingsbeginn ein, der Champagner fließt in Strömen, die Navy-Band spielt Swing und es wird das Tanzbein geschwungen. Annapolis, ein guter Ort.

[Mehr Bilder finden Interessierte hier.]

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Sunday Walk – Jug Bay

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After last week’s Super Summer Friday with a smashin’ 26°C and porch gatherings until midnight, a polar vortex came blowing down from the Arctic and wrapped us in a thin sheet of frost. Yikes! It was raining a lot too! Almost a whole day, unheard of in these parts. But today was sunny and even though a mere 3°C we didn’t want to spend all day inside and headed on out to Jug Bay Wetlands Sanctuary on the Patuxent river, about a forty minute drive from home. We saw bald eagles, ospreys, cardinals, titmice (yes), red-bellied and red-headed woodpeckers, herons turtles etc. We missed the beavers though, I hear the only come out at night.

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