Red Curry Peanut Tofu with Apple Cilantro Topping

Half an hour from start to finish, this creamy-yet-crunchy tofu concoction makes the perfect weeknight dinner: chop some stuff, stir some stuff together, fry curry paste, add sauce & tofu & serve with topping. Boom!

for 3-4

1 package firm tofu, cubed
2 tsp red curry paste

for the sauce
1 can coconut milk
4 Tbsp peanut butter
2 Tbsp soy sauce
1/2 a lime’s juice

for the topping
1/2 bunch cilantro, chopped
2-3 green onions, cut into fine rings
1/2 apple, minced
1/2 a lime’s zest
1 red chili, chopped
1 handful peanuts (which you will not find in the picture since I forgot them)

Fry red curry paste for about 2 minutes in coconut or vegetable oil.     Add sauce, bring to a boil.     Reduce to a simmer and, after a couple of minutes, season to taste & add tofu; let simmer until warmed.     Serve over rice and under toppings.

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Staycay Tag 1

Um sechs Uhr aufgestanden, alles zusammengesammelt, sämtliche Ritzen und Türöffnungen zugeklebt und um halb acht im Hotel gewesen. Erfreulicherweise war unser Zimmer frei und gemacht (zumindest gewissermaßen, mehr dazu unten). Aber alles auf leeren Magen, Spannungen nicht zu vermeiden. Die lösten sich im Aufzug, als Karl dem kabbelnden Pärchen die Frage aller Fragen stellte: “How you gonna be mad on staycation?”

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Loch im Magen dann mit einer Blaubeerwaffel resp. einem Breakfast-Burrito gestopft und uns an unsere jeweilige Arbeit gemacht, ich in unserem überdimensionierten Hotelzimmer, dessen Temperatur ich nicht reguliert bekomme und dessen Fenster sich nicht öffnen lassen. Zum Glück hab ich einen Pulli eingepackt. Der Hunger trieb mich gegen Mittag vor die Tür, ins grelle Licht des Tages und zum Thai gegenüber. Aus eigenem Antrieb hätt ich die Bude nie betreten (aber mit dem Essensgeld des Vermieters in der Tasche treffen sich solche Entscheidungen unbekümmerter), und ich hätte recht behalten haben sollen. Ungekonntes Pad Thai, geschmacksneutral und pappig, aber mein Asia-Lieferservice aus Flingern meinte, ich sei leider außerhalb des Liefergebiets.

[Hier folgte ursprünglich ein glorios-hilariöser Absatz über meinen Alkohol-und-Drogen-Onlinekurs, der aber leider anscheinend flöten ging, weil nicht automatisch gespeichert. Schade drum. Hatte ein paar gute Lacher und Spitzenformulierungen. Damit hab ich jedenfalls meinen Nachmittag verbracht.]

Abends wollten wir zu diesem netten kleinen Griechen in der Nähe des Hotels gehen, der mir öfter schon auf Spaziergängen aufgefallen war – hübsch blau-weiß dekoriert, immer gut besetzt, auf gehts! Kurz vorm Hungertod (meinem) fielen wir dort ein, doch schon beim Betreten merkte ich, dass hier etwas nicht stimmte und ich eine falsche Entscheidung getroffen hatte. Wir griffen skeptisch nach den bereitgelegten Speisekarten. “Italian Restaurant” im Untertitel? Aber wir sind doch beim Griechen, alles blau-weiß und mit Amphoren an den Wänden! Weit gefehlt und voreilig nach dem Äußeren geurteilt, aka genatzt. Das Gefühl, wenn man sich ein paar schöne, saftige gefüllte Weinblätter und Oliven reinstopfen wollte und dann vor einer Karte mit einem Haufen garantiert weniger als mittelmäßigen Pastagerichten sitzt, die ich auch zu Hause kochen könnte. Abhauen kam für uns nicht in Frage, da wir leider früh dran und die einzigen Gäste im Restaurant waren. Warum ich nicht gemerkt hab, dass der Laden ein Italiener ist und warum ich – wie sonst nie – meine due online diligence in den Wind geschossen und nicht im Vorhinein recherchiert habe, keiner weiß es. Wir beschränkten uns darauf, zwei schwer zu versauende Vorspeisen sowie zwei Salate zu bestellen (no drinks), da wir so wenig Geld wie möglich im Palast der Toten Fliegen lassen wollten. Alles sah scheiße aus, schmeckte aber passabel (da bin ich ganz Sportsmännin). Vor den Salaten meldete sich unser Vermieter mit der überraschenden Nachrichten, die Reparaturarbeiten seien abgeschlossen, morgen würde noch gestrichen und am Mittwoch könnten wir wieder einziehen. Und so schnell wurde aus unserer großangelegten Staycation ein vielmehr Städtetrip mit zwei Übernachtungen. And what can I say? I ain’t even mad. Angesichts der zwei Schamhaare auf meiner Bettdecke und dem Büschel (!) weiblicher Haare, das unter dem Sitzkissen des Sessels klemmte und mich panisch kreischend aus dem Zimmer rennen ließ (ich ekle mich ungemein vor losen Fremdhaaren), geh ich doch lieber zu Hause mein eigenes Bad putzen und überleg mir einen Essensplan. Gestern Abend, nachdem wir das Schlafzimmer ausgeräumt hatten, schmerzte mir übrigens ungemein das Herz, da es zwischen Chaos und Bettstatt im Wohnzimmer anzunehmen schien, wir würden ausziehen.

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Und das gefiel ihm gar nicht gut. Konnte es nur schwer davon überzeugen, dass wir in ein paar Tagen wieder zurück sein würden. Leere Zimmer. Nichts für Herzkranke. Einen Post mit Bildern der Wohnung plane ich übrigens für nächste Woche, wenn wir unser vorletztes Möbelstück erstanden haben werden.

Wir genehmigten uns unsere Drinks dann in einer Whiskeybar auf der Main Street und schlenderten gemütlich zurück zum Hotel. Auf dem Weg erreichte uns eine unheimlicher Gruß aus der Vergangenheit – an einer Version dieses Bildes ging ich jede Woche auf dem Weg zum Yoga vorbei, der eine oder andere kennts vielleicht. Uns Bonner Beethoven. (Im Vordergrund: D. Trump)

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